Denken, beurteilen, glauben, wissen – Ein Weckruf zum Nachdenken mit dem eigenen Kopf

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In Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland steht:

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Die sozialen Medien und das Internet haben uns eine früher nicht dagewesene Freiheit bei der Beschaffung von Informationen beschert. Jeder kann zu jeder Zeit alles lesen und alles mögliche schreiben und verbreiten. Diese Informationsvielfalt hat aber auch bewirkt, dass wir nicht mehr davon ausgehen können, dass Informationen von seriösen Journalisten überprüft, lektoriert oder auf sonstige Weise zumindest von mehreren Menschen geprüft worden sind. Es kann sich bei einem Artikel auch um eine Einzelmeinung, eine Ansicht oder aus unklaren ideologischen Beeinflussungen entstandene Verlautbarung handeln, deren Hintergründe der Entstehung wir nicht kennen. Sogar bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind Ergebnisse nicht sicher geprüft, auch dort können durch andere Interessen geprägte Artikel veröffentlicht werden. Weiterlesen

Der Mensch ist, was er isst. Ein Weckruf zum Umdenken.

show-alles-184Wenn ich aus meinem Garten in den Wald gehe, entsteht bei mir oft das Gefühl von einem geschützten und dabei kontrollierten Bereich in einen wilden und damit auch archaischen Raum zu betreten. Ein Raum, der dem Menschen nicht untertan ist und in dem er eigentlich ein Lebewesen wie alle anderen ist. Natürlich ist der Wald kein Naturraum mehr, der Mensch hat durch seine Nutzung der natürlichen Ressourcen alles verändert und, wie er glaubt, untertan gemacht. Das gilt auch für die anderen Lebewesen, für die der Mensch automatisch diese Maxime auch anwendet auch wenn es diese das Leben kostet. Um den Gedanken weiterzuführen, muss man jetzt fragen, ob diese verbrauchende Nutzung ein archetypisches oder kulturelles, somit erlerntes Verhalten ist.

Wissenschaftler erklären, dass die Jagd, also andere Lebewesen zu töten, und die damit verbundene Zufuhr von hochwertigem Eiweiß die Entwicklung zum dominierenden Homo sapiens erst ermöglicht haben soll, andere sehen in der Sesshaftwerdung und der damit verbundenen Domestizierung und Nutzung von Tieren den entscheidenden Durchbruch für die Ausbreitung der menschlichen Spezies.

Fest steht, dass der Mensch als Allesfresser angelegt ist, er ist also auf keine spezielle Nahrung festgelegt und ist frei in der Entscheidung, was er isst. Lassen wir ökonomische Gründe, die den Konsum von Fleisch nicht erlauben, erst mal zur Seite.

Betrachten wir die mannigfachen religiösen Vorschriften, die Einfluss auf das Essverhalten nehmen. Kein Schweinefleisch, kein Rindfleisch, die Vorschriften für koscheres Essen (Auseinanderhalten von Fleisch und Milch), Verbot des Verzehrs von Raubvögeln und Blut, von Fröschen oder nicht geschächteten Tieren, kein Essen von Tieren, Verbot von Alkohol, Fasten, grundsätzliche Empfehlung von Mäßigung. Das letztere ist wohl das Gebot, das in allen kulturellen Umfeldern am meisten umgangen wurde, Völlerei gab es immer. Manche der Vorschriften haben ihre Ursachen in der Gesundheitsvorsorge für die Religionsangehörigen und sind über die Jahrhunderte tradiert. Sie dienten nicht zuletzt auch zur Unterscheidung von Bevölkerungsgruppen und Förderung der damit verbundenen Gruppenidentität. Die Befolgung der Vorschriften ist immer von dem Grad der Religiosität abhängig, relativiert durch das soziale Umfeld, das zumindest die vordergründige Einhaltung der Regeln als Merkmal der Gruppenzugehörigkeit befördert. Weiterlesen

Das Gefühl von Grün

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Maigrün ist eine besondere Farbe. Es gibt noch mehr grün, ich sehe eichenfrischgelbgrün, buchenjunggrün, kastaniengrün, eibenaustriebsgrün und lärchengrün, haselrot und prunusdunkel, alchemillengrün und geraniumgrün, glänzendes bergeniengrün und farnsprühgrün, neben getupftem und gestreiftem funkien-, pulmonaria- und epimediumgrün.

Das alles fühlt sich für mich an wie drängendes Leben und Wachsen, wie manifestierte Kraft und Lebensfreude, ein überwältigendes Geschenk der Natur.

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